In eigener Sache

Heute bin ich ziemlich frustiert.

Als absoluter Neuling in der Blogosphäre hat man das Gefühl, ein Studium zu absolvieren. Eine der wichtigsten Lektionen, die man dabei lernt, ist, sich zu verlinken. Das habe ich heute begonnen.

Zum Thema „Wo man sich verlinken soll“ gehen die Meinungen erfahrener Blogger sehr weit auseinander. Ich habe mich dazu entschieden, mich mit Websites zu verlinken, die sich mit Themen beschäftigen, die den Geschichten auf meinem Blog ähneln.

Was ich auf meiner Suche gefunden habe, war fast schon wieder zu kurios, um frustriert zu sein. Man findet doch echt Antworten auf alle möglichen Probleme rund ums Kind. Irgendwann bin ich mir vorgekommen, wie in einem virtuellem Warenhaus. Einmal klicken, und schon ist das Problem Kind gelöst. Man kann durchaus auch mehrmals klicken, wenn man mehrere Probleme mit dem Kind hat.

Und es scheint heute unmöglich zu sein, dass man als Mutter oder Vater Fehler macht. Für solche Eltern gibt es ja nun überhaupt keine Plattform, und auch niemanden, der so etwas zugeben würde. Es kam mir fast so vor, als müsste man sich als Analphabet outen.

Es gibt ja auch nur noch perfekte Kinder. Du musst einfach nur die Zusammenhänge verstehen und nachlesen (sofern du kein Analphabet bist) und schon läuft dein Kind fadengerade.

Mein Kind interessierten diese Problemlösungen einen feuchten Kehrricht. Das machte am laufenden Band Blödsinn, stolperte von einer Katastrophe zur anderen, dachte sich die unmöglichsten Sachen aus und führte sie dann auch aus.

Ich kannte jede Kita- und Schulleiterin mit Vornamen und hatte deren Telefonnummer in meiner Kontaktliste. Nach dem fünften Notruf und abgebrochenen Arbeitstag, hatte ich auch die Nummer von der chirurgischen Notaufnahme in meiner Kontaktliste.

Ich habe wirklich nach der heutigen Recherche überlegt, ob es überhaupt noch Sinn macht, über dieses unmögliche Kind. oder Kinder seines Schlages, zu schreiben. Aber dann dachte ich, wer soll denn sonst eine Lobby für solche Kinder bilden, wenn nicht ihre Mütter und Väter?

Und außerdem, … wer will schon Geschichten von perfekten Kindern und deren Eltern lesen?

Ist doch langweilig, oder?

Facebooktwittergoogle_plusredditpinterestlinkedinmail

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.