Archiv für den Monat: Februar 2016

Die Silvester-Party

Silvester ist wohl für jedes Kleinkind von gerade einmal vier Jahren ein Termin, den es unbedingt einhalten muss. Vor allem, wenn eine ganze Hausgemeinschaft plant, das neue Jahr gemeinsam zu begrüßen.

Martin war der Meinung, an einem solchem Tag müsse man ganz früh aufstehen, und mit den Vorbereitungen beginnen.

Es muss so gegen vier gewesen sein, als er die Tür zu meinem Schlafzimmer super leise schloss. Wahrscheinlich hatte er zudem auch noch das Glück, mich in einer Tiefschlafphase zu erwischen, … ich kann es euch nicht sagen, warum. Aber ich hörte ihn einfach nicht.

Ab hier kann ich echt nur erahnen, was danach passierte.  Aber als erstes muss er los gegangen sein, und alle, für ihn erreichbaren Schüsseln aus der Küche ins Wohnzimmer geschleppt haben.

Wir waren für das Knabberzeug und die Süßigkeiten an diesem Abend zuständig.

Also holte der Junge sämtliche Tüten, die er fand, und zu denen er gelangen konnte aus den Wohnzimmerschrank.

Wie auch immer, bekam er sie auch fast alle auf, und verteilte deren Inhalt in die Schüsseln.

Als diese nicht ausreichten, holte er noch aus den Wohnzimmerschränken alle Gefäße heraus, die ihm irgendwie dazu geeignet erschienen, das Knabberzeug unterzubringen, und füllte auch diese noch auf.

Ihr kennt das? Man wird munter, bemerkt etwas Ungewöhnliches, sieht auf die Uhr, und denkt ‚oh nein‘?

In dem Moment, wo man sich zurück auf das Kissen sinken lässt, sind eigentlich schon alle Messen gesungen. Und wenn man dann überhaupt nichts hört, ist man mit einem Schlag wach.

Ich stand also auf, kam ins Wohnzimmer und dachte im nächsten Moment, ich hätte eine Erscheinung.

Auf dem Wohnimmertisch standen … zig Schüsseln mit bunt zusammen gewürfeltem Knabberzeug. Der Fußboden sah aus, wie in einem Kino nach der Hauptvorstellung und mein Kind lag zusammengerollt auf der Couch und schlief tief und fest.

Meine Oma war hinter mich getreten und zog mich aus dem Zimmer.

„Da kannst du jetzt doch nichts ändern.“ meinte sie lachend. „Aber wehe dir, du schimpfst mit ihm, wenn er wach wird. Er wollte dir doch nur helfen.“

Sie hatte Recht. Wir beide bereiteten uns ein gemütliches Frühstück in der Küche.

Martin kam irgendwann heraus und zeigte mir freudestrahlend sein Werk und ich lachte nur und lobte ihn, wie fein er das alles gemacht hatte.

Dass ich ihn dann zum Helfen beim Saubermachen beorderte, fand er nicht so toll. Aber da stieß er sogar bei der Uroma auf Granit.

In dieser Silvesternacht aßen wir alle abgestandene Flips und Cracker.

Den Kindern machte das nichts aus.

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Martin rettet René

Zu Martins Spielgruppe in der Kita gehörten Kinder, deren Alter von 18 Monaten bis zu sechs Jahren reichte. Ich fand das sehr gut. Die Älteren halfen den Kleinen bei allen Dingen, und die Kleinen lernten von den Großen. Sicher, oft auch Dinge, die man sich als Mutter oder Vater nicht wirklich wünscht, aber das gehört wohl auch dazu.

René wohnte mit seinen Eltern in unserem Haus, eine Etage tiefer. Als Renè in die Kita kam, landete er in der gleichen Gruppe, zu der auch mein Sohn gehörte. Martin rettet René weiterlesen

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Der Klettergerüst-Unfall

Wie fast alle Kinder war Martin im Alter von fünf Jahren noch nicht besonders gut darin, Gefahren einzuschätzen. Allerdings begegneten er neuen Sachen immer ziemlich mißtrauisch, wenn nicht sogar ängstlich.

Wir kannten alle Spielplätze in unserer unmittelbaren Umgebung. Das ist in einer Großstadt kein Ding. Es gab bei uns ein paar Dutzend, die man in Kindergehgeschwindigkeit innerhalb von fünf bis zehn Minuten erreichen konnte. Spannend war auch, dass kurz nach der Wende die meisten Kinderspielplätze modernisiert wurden. Das gab immer wieder Anlass zu neuen Ausflügen und viel Spass. Der Klettergerüst-Unfall weiterlesen

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Die Klopapier-Party

Wir hatten ja die Toilette eine halbe Treppe tiefer. Ja…, sowas gab es damals noch. Da ich mein unberechenbares vierjähriges Kind gern unter Kontrolle hielt, durfte er lange Zeit nicht ohne Aufsicht auf Toilette gehen. Irgendwann erlaubte ich ihm das dennoch. Anfangs ging auch alles prima.

Eines Tages dauerte der Toilettengang ungewöhnlich lange. Ich stand in der Küche und bereitete das Abendessen vor, und Martin kam einfach nicht wieder.

Also ging ich leise nach unten, um nachzusehen, was das Kind machte. Ganz vorsichtig öffnete ich die Toilettentür. Die Klopapier-Party weiterlesen

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In eigener Sache

Heute bin ich ziemlich frustiert.

Als absoluter Neuling in der Blogosphäre hat man das Gefühl, ein Studium zu absolvieren. Eine der wichtigsten Lektionen, die man dabei lernt, ist, sich zu verlinken. Das habe ich heute begonnen.

Zum Thema „Wo man sich verlinken soll“ gehen die Meinungen erfahrener Blogger sehr weit auseinander. Ich habe mich dazu entschieden, mich mit Websites zu verlinken, die sich mit Themen beschäftigen, die den Geschichten auf meinem Blog ähneln. In eigener Sache weiterlesen

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Martin lernt Farben

Im Alter von zweieinhalb Jahren zeigte sich bei meinem Sohn plötzlich eine außergewöhnlich große Anhänglichkeit zu mir. Das bedeudete, dass er mir praktisch nicht mehr von der Seite wich. Er hing mir am berühmten „Rockzipfel“.

Da ich damals in Vollzeit beschäftigt war, blieben mir nur wenige Stunden am Tag, um meinem Kind beizubringen, was es eben so zu lernen gab. Also nutzte ich alle Tätigkeiten, die ich nach Feierabend zu erledigen hatte dazu aus, Martin etwas beizubringen, da er mir ja sowieso nicht von der Seite wich. Martin lernt Farben weiterlesen

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Das Schlagspiel, Fortsetzung

Hallo, und lieben Dank für euer Verständnis für die Unterbrechung.

Also ich stellte Martin vor mich hin, erklärte ihm die Regeln des Spieles und er war damit einverstanden. Selbstverständlich überließ ich ihm den ersten Zug.

Und ihr werdet nicht glauben, was passierte. So schnell konnte ich gar nicht denken, wie ich die erste Ohrfeige weg hatte. Das Schlagspiel, Fortsetzung weiterlesen

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